Jesus Christus hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Kreuz hinaufgetragen (1 Petr 2,24)

 

Sieh, er nimmt das Kreuz auf seine Schulter und mit ihm die Sünden einer ganzen Welt und die Buße für sie. Wenn du dies recht anschaust, so wird auch in dir ein Verlangen nach dem heiligen Kreuze entstehen, so kann dein Herz nicht anders als nach demselben verlangen. O möchtest du heute lernen, das Kreuz recht herzlich lieben, damit in Zukunft, wenn der Herr dir einen kleinen Anteil an seinem großen Kreuze gibt, du freudig zugreifst und diesen kostbaren Schatz nicht zurückweisest (Sel. Clara Fey(II,225).
 

Leid ist in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen. Es stört das Wohlbefinden, die Sicherheit des kleinen Glücks.

Das Leid aber ist der Schlüssel, der uns das Ganze der menschlichen Existenz, deren Sterben schon mit der Geburt beginnt, erst verstehen lässt.

Eduard Nagel

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Wenn ihr heute seine Stimme hört, verhärtet nicht euer Herz. (Ps. 95,7d 8a)

O wie oft hören wir die Stimme des Herrn! Wie oft aber weisen wir sie ab und verhärten unsere Herzen! Wir halten es zwar für eine Kleinigkeit, in unbedeutenden Sachen, wo es sich nicht einmal um eine Sünde handelt, die inneren Einsprechungen abzuweisen. Aber gedenken wir des Wortes des Herrn: Wer im Kleinen treu ist, der ist auch im Großen treu (Lk. 16,10)

Wo der Herr kein Gehör findet, wo die kleinen Warnungen überhört werden, da zieht er sich nicht selten mit seinen besonderen Gnaden zurück. (IV,504)

Wie ergeht es mir, wenn in mir beim Hören des Tagesevangeliums der Gedanke aufkommt: „Das ist mir ja schon so bekannt“?

 

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Umkehr…

„Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.“  (Lk 15,21)

In Sünden sind wir empfangen und geboren (Ps. 51,7)

Wir sündigen täglich. So lernen wir denn sprechen aus innigster Überzeugung: Vater, ich habe gesündigt, ich bin nicht wert, dein Kind zu heißen. Aber in Frieden müssen wir dabei bleiben. Wir kennen ja die Aufnahme, die dem verlorenen Sohn ward…

Erschrecken wir nicht, wenn wir täglich neue Mängel an uns entdecken. Wenn wir uns selbst kennen, so ist uns das nicht ungewohnt. Aber dahin sollen wir streben, dass unsere Sünden uns nicht vom Herrn entfernen, uns nicht scheu vor ihm machen, im Gegenteil, sie sollen uns näher zu ihm hindrängen, denn in ihm allein nicht in uns, besteht unsere ganze Gerechtigkeit. (IV,339)

Clara Fey

 

Fragen zur Reflexion

„Umkehr beginnt mit dem Entschluss: Ich will zu meinem Vater gehen. Nicht mit den Vorsätzen, ich will ein anderer, besserer Mensch werden, ich will dieses meiden und jenes üben… Der Sohn hatte auch im Elend die Erinnerung an ein Herz, das ihm zugetan ist , bewahrt, das brachte ihn zurück.

Welches Gottesbild ist in mir lebendig?“ (Te Deum 03, 13)

 

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Die Liebe hat mich überwunden…

 

„Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe“ (LK 2,7).

„Fragen wir das Kind, wer ihm, dem Allmächtigen, die Hände gebunden, wer es auf Stroh gebettet hat. Es wird uns antworten: „Die Liebe hat mich überwunden, die Liebe hat mich, den Unbesiegbaren, besiegt; die Liebe hat mich, den Starken, schwach gemacht, die Liebe, die stark ist wie der Tod.“ Das ewige Wort des Vaters hat seinen Himmelsthron verlassen und ist herabgestiegen „um unseres Heiles willen“. (Clara Fey, aus den Advents- und Weihnachtsbetrachtungen)

Allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Jahr 2019!

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Sehen und Handeln – 27.000 € für ein Projekt in Kolumbien

 

 

 

Am 12.12. war ich zum Adventskonzert des Clara-Fey-Gymnasiums, Bonn, in die Heilig Kreuz Kirche in Bonn-Beuel eingeladen. Vor dem Konzert überreichte mir die Schulleiterin, Frau Heinen, symbolisch einen Betrag von 27.000 €. Dieses Geld haben die Schülerinnen und Schüler des Clara-Fey-Gymnasiums durch einen Sponsorenlauf und den Martinsmarkt gesammelt. Ich war wirklich beeindruckt von so viel Einsatz der Schülerinnen und Schüler für die Kinder in Kolumbien. Ein Grund froh und dankbar zu sein. Das Konzert war übrigens sehr schön.

Sr. Petra PIJ

 

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Weihnachtsheft 2018

Liebe Förderer und Freunde,
die Nähe Gottes zu uns Menschen ist die zentrale Botschaft von Weihnachten: Gott ist mit uns und kommt uns im Kind in der Krippe entgegen, um bei uns zu sein und alle Tage unseres Lebens zu bleiben. Das ist sein Geschenk an uns und wir dürfen es mit großer Freude feiern. Wir sehen darin das dauerhafte Zeichen, dass wir von Gott angesehen, bejaht und geliebt sind.  …

 

Weihnachtsheft 2018 org

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Vortrag von Professor Dr. Elmar Nass

 

 

   

 Im Jahr 1891 verkündete Papst Leo XIII. eine geradezu revolutionäre Enzyklika. „Rerum novarum“ wendet sich gegen die Ausbeutung der Arbeiterschaft wie gegen den Sozialismus. Die Soziallehre hat uns heute noch einiges zu sagen. „Christlich soziale Gerechtigkeit als Antwort auf soziale Fragen – Rerum novarum 2018“ unter dieser Überschrift hält Herr Professor Dr. Elamr Nass, Priester des Bistums Aachen und Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Soziallehre an der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth, einen Vortrag.  14. November 2018, Kind-Jesu-Kapelle, Jakobstraße 19, 19:00 Uhr.

                                                   

 

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Vorträge in der Kind-Jesu-Kapelle

 

 

 

 

 

 

„Kirchlicher Einfluss auf die Elementarschulen

der Bade- und Fabrikstadt Aachen 

durch die Schwestern vom armen Kinde Jesus“ 

Vortrag von Professor Dr. Dieter Wynands am 12.9.2018, 19:00 Uhr 

Aachen, Kind-Jesu-Kapelle, Jakobstraße 19

 

 

 

Herr Professor Dr. Wynands war so freundlich uns seinen Vortrag zur Verfügung zu stellen. Sie finden ihn als PDF-Datei im Anhang.

 

Vortrag Prof. Dr. Wynands

 

 

 

 

 

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Was vom Menschen bleibt

Die Reliquien der seligen Clara Fey werden in der Kapelle der Schwestern vom armen Kinde Jesus verehrt

Von Ruth Schlotterhose

Am 5. Mai wurde Clara Fey in Aachen seliggesprochen. Ihre sterblichen Überreste sind in der Kind-Jesus-Kapelle beigesetzt worden, die eigens zu diesem Anlass umgebaut wurde. Inzwischen ist der Hype um das große Ereignis abgeklungen. Zeit, um einmal in aller Ruhe das unscheinbare Gotteshaus an der Aachener Jakobstraße zu besuchen.

Von außen kaum als Kirche zu identifizieren, weist nur ein Relief über der offen stehenden Tür auf den Eingang hin. Neugierig stoße ich die Glastür auf, die ins Innere führt. Eine gebogene Stelenwand verhindert, dass der Blick gleich ins Weite schweift. In einigen Nischen der Säulen brennen Kerzen, eine der Stelen trägt einen kastenförmigen Schrein: Hier sind die Reliquien der seligen Clara Fey geborgen. Von einem überlebensgroßen Porträt schaut sie dem Besucher entgegen, freundlich-ernst, aber auch wissend ist ihr Blick. So sah also der Mensch aus, der hier verehrt wird. Der sich damals in Aachen der Not der Arbeiterkinder erbarmte. Die Nähe zu dem Reliquienschrein lässt die damaligen Ereignisse seltsam lebendig werden. Wie viel Elend haben diese Augen wohl gesehen! Als Tochter aus einer wohlhabenden Familie hätte Clara Fey ein Leben im Überfluss führen können. Aber sie hat es nicht getan. Sie hat nicht nur die Ungerechtigkeit des Systems angeprangert – sie ist aktiv geworden.

Könnten wir Menschen heute uns nicht eine Scheibe von dieser Courage abschneiden? Allzu oft rufen wir nach „dem Staat“ „der Politik“, wenn wir auf einen Missstand aufmerksam werden. Was wenn wir selbst einmal die Initiative ergriffen?Der schlichte Raum unter der Orgelempore, gestaltet in verschiedenen Grautönen, ist reduziert auf das Wesentliche. Das gibt den Gedanken Raum. Durch die Stelen hindurch erhasche ich einen Blick auf das Kreuz im Chorraum der Kapelle, obwohl es sich noch hinter einer Betonwand befindet. Ein Bild mit Symbolcharakter: Vielleicht ist es Clara Fey so ergangen: Auch wenn sie ihn nicht sah, wusste sie, dass Gott gegenwärtig ist. Angesichts des Elends der Arbeiterkinder hat sie nicht danach gefragt, wie Gott so etwas zulassen kann. Sondern im Wissen darum, dass er irgendwie da ist, hat sie die Ärmel hochgekrempelt.

Etwas irritiert von meinen Gedanken umrunde ich die Stelen und trete ins Sonnenlicht. Es strahlt durch den Kranz von Fenstern, der die schmucklosen weißen Wände krönt. Die vorhin schon entdeckte Mauer aus Beton verhindert den direkten Blick in den Chorraum. Sie ist allerdings so geschickt durchbrochen, dass das große Kruzifix aus Holz – das Wesentliche – stets sichtbar bleibt.

 

 

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Feier zur Seligsprechung Clara Feys in Peru

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