Lettland und Kasachstan

Die Schwestern vom armen Kinde Jesus leben und arbeiten seit 1927 in Lettland. Auf Bitte des Erzbischofs Antonijs Springovics kamen zunächst fünf Schwestern aus Österreich, die sich schnell im Land einlebten, die Sprache erlernten und schon bald mit Unterricht für Kinder, insbesondere Mädchen, begannen. Viele junge Frauen, die sich zum Ordensleben berufen sahen, traten in die Kongregation ein. Der zweite Weltkrieg und die Eingliederung Lettlands in die Sowjetunion führten dazu, dass die Schwestern nur noch im Untergrund ihre Berufung leben und auch ihre pastoralen und unterrichtlichen Tätigkeiten nur unter strenger Geheimhaltung ausüben konnten.

Nach der Unabhängigkeit Lettlands in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es den Schwestern wieder möglich, Religionsunterricht zu erteilen, und sich für die Ausbildung der jungen Generation zu engagieren.

Die Wirtschaftskrise 2007/2008 traf Lettland härter als die meisten anderen Staaten – doch wurde durch strikte Haushaltsdisziplin, konsequente öffentliche und private Einsparungen sowie beeindruckende Anpassungsfähigkeit gegensteuert, und damit das Land wieder auf einen Wachstumskurs gebracht. Dies ist zweifellos als ein Erfolg zu werten, aber er hat der Bevölkerung viele Opfer abverlangt. Das Lohnniveau in Lettland beträgt heute etwa ein Viertel des Werts in Deutschland, während die Lebenshaltungskosten, besonders in den Städten, nicht viel geringer sind. Viele Menschen kommen deshalb finanziell kaum über die Runden. Wie in vielen anderen Ländern auch trifft die materielle Not vor allem die Familien und beeinträchtigt damit besonders die Zukunftschancen der Kinder.

Mit Unterstützung von Spenden  kümmern sich die Schwestern vom armen Kinde Jesus in Riga –wie in den anderen Niederlassungen in Lettland auch- neben ihren pastoralen Aufgaben in der örtlichen Kirchengemeinde besonders darum, dass Kindern und Jugendlichen aus kinderreichen Familien eine gute Ausbildung ermöglicht wird. Die Gründe, weshalb die Eltern dies alleine nicht schaffen sind häufig Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Die Schwestern helfen mehreren Familien die benötigten Schulsachen -Sportbekleidung, Hefte, Arbeitsbücher u.a.-, aber auch die Transportkosten zur Schule zu finanzieren, damit eine regelmäßige Teilnahme am und ein gutes Fortkommen im Unterricht möglich sind.

Auch beim Besuch einer Hochschule helfen die Schwestern. So werden für mehrere Studentinnen die Kosten für das Wohnheim getragen. Drei Studentinnen wohnen während der Woche bei den Schwestern im Kloster und zwei weitere, die ein Fernstudium absolvieren, am Wochenende, wenn Kurse mit Präsenzpflicht an der Universität gehalten werden. Auch die Beköstigung dieser Studentinnen übernehmen die Schwestern. Die jungen Frauen aus armen Familien sind begabt und erhalten so die Möglichkeit einer Hochschulausbildung, die ihnen ansonsten verwehrt bliebe.

 

Spenden

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