Sieh, er nimmt das Kreuz auf seine Schulter und mit ihm die Sünden einer ganzen Welt und die Buße für sie. Wenn du dies recht anschaust, so wird auch in dir ein Verlangen nach dem heiligen Kreuze entstehen, so kann dein Herz nicht anders als nach demselben verlangen. O möchtest du heute lernen, das Kreuz recht herzlich lieben, damit in Zukunft, wenn der Herr dir einen kleinen Anteil an seinem großen Kreuze gibt, du freudig zugreifst und diesen kostbaren Schatz nicht zurückweisest (Sel. Clara Fey(II,225). |
Leid ist in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen. Es stört das Wohlbefinden, die Sicherheit des kleinen Glücks. Das Leid aber ist der Schlüssel, der uns das Ganze der menschlichen Existenz, deren Sterben schon mit der Geburt beginnt, erst verstehen lässt. Eduard Nagel |