Eindrücke vom Besuch der Generalrätinnen in Kolumbien Aachen, 13. April 2026

Liebe Schwester María del Rocío

liebe Schwestern,

nun bin ich wieder in Aachen angekommen. Doch vieles von dem, was wir während unseres Aufenthaltes bei Ihnen erleben durften, klingt noch in mir nach. Deshalb möchte ich euch allen noch einmal von Herzen danken.

Danke für die große Herzlichkeit, mit der ihr uns aufgenommen habt. Danke für die sorgfältige Vorbereitung, für eure Aufmerksamkeit und Fürsorge und für die Offenheit, mit der ihr uns an eurem Leben und eurer Sendung teilhaben ließen. Überall durften wir spüren, dass wir nicht einfach Gäste waren, sondern als Schwestern willkommen geheißen wurden.

 

 

 

Wenn ich an die gemeinsamen Tage zurückdenke, kommt mir immer wieder das Bild von Zipaquirá und Monserrate in den Sinn: zuerst der Weg hinab in die Tiefe der Salzkathedrale und anschließend der Aufstieg hinauf auf den Berg, dem Himmel entgegen. Für mich ist dieses Bild zu einem Sinnbild unserer Reise geworden. Vieles, was ich bisher nur aus Erzählungen oder Bildern kannte, durfte ich nun mit eigenen Augen sehen. Noch mehr aber durfte ich Menschen begegnen und Erfahrungen sammeln, die mir ein tieferes Verstehen geschenkt haben – von eurem Land, von den Menschen und von dem, was Gott durch euch wirkt.

 

 

SALZKATHEDRALE VON ZIPAQUIRÁ

DER CERRO DE MONSERRATE IST EIN 3152 METER HOHER BERG IN BOGOTÁ

DAS HEILIGTUM VON MONSERRATE: DIE BASILIKA DES GEFALLENEN HERRN

Besonders bewegt haben mich die Begegnungen in Monterredondo. Die Familien, die verstreut in den Bergen leben, ihr Zusammenhalt, ihr Glaube und ihre Hoffnung haben mich tief berührt. Dort durfte ich etwas von der Kraft des Evangeliums erfahren, das Menschen verbindet und Gemeinschaft wachsen lässt. Dabei wurde mir neu bewusst, wie viel Geduld, Hingabe und Vertrauen in Gottes Führung in eurer täglichen Arbeit verborgen liegen. Für Wirken danke ich euch von Herzen.

 

 

GEBET DES KREUZWEGS AM KARFREITAG

MOMENTE DES TIEFEN GEBETS

WIR ALLE TRAGEN DAS KREUZ, UND JESUS TRAGT ES FÜR UNS.

FEIER DER OSTERNACHT

Ähnlich habe ich es auch in euren Schulen erlebt. Überall war spürbar, dass Kinder und Jugendliche nicht nur Wissen erwerben, sondern ganzheitlich wahrgenommen, begleitet und gefördert werden.

Die christliche Ausrichtung und die lebendige Erinnerung an Clara Fey schenken diesen Orten eine besondere Atmosphäre. Sie geben den jungen Menschen Wurzeln und zugleich Flügel für ihren Weg in die Zukunft.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tief beeindruckt hat mich auch euer Einsatz in Cazucá, dort, wo Menschen unter schwierigsten Bedingungen leben. Ihr nehmt die Not nicht einfach hin, sondern sucht beharrlich nach Wegen, Hoffnung zu schenken und neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei habe ich neu verstanden, wie viel Kraft, Ausdauer und Liebe ein solcher Dienst Tag für Tag verlangt. Danke für dieses Zeugnis.

Danke dafür, dass ihr den Menschen nahe bleibt und ihnen Zukunft eröffnet. Und zugleich wünsche ich euch, dass ihr selbst immer wieder Zeiten und Orte finden, an denen ihr neue Kraft schöpfen könnt.

Von den jüngsten Kindern in Belén bis zu den jungen Erwachsenen in den Schulen durfte ich überall etwas von der Frucht eurer Arbeit sehen. Dafür bin ich euch von Herzen dankbar.

Besonders dankbar bin ich auch für die Zeit in der Kommunität Betania (Bethanien). Dieser Ort hat mich tief berührt. Betania ist weit mehr als ein Haus. Es ist ein Ort des Gebetes, der Treue und der stillen Gegenwart Gottes. Hier tragen Schwestern durch ihr Beten, ihre Geduld und ihre Hingabe die Sendung der Kongregation auf eine Weise mit, die oft verborgen bleibt und doch von unschätzbarem Wert ist.

Während unseres Besuches wurde mir neu bewusst, welch großen Schatz solche Gemeinschaften für unsere Kongregation darstellen. Vielleicht könnte man sie die geistlichen Kraftzentren unserer Gemeinschaft nennen. In ihnen wird die Sendung nicht mehr vor allem durch äußeres Tun getragen, sondern durch das Dasein vor Gott, durch die Fürbitte und durch die Treue eines langen Lebensweges.

Seit meiner Rückkehr denke ich oft daran. Am 11. April, dem Geburtstag Clara Feys, durfte ich in Burtscheid das Jubiläum einiger Schwestern mitfeiern. Auch dort habe ich etwas von dieser geistlichen Kraft erfahren. Ich sah Schwestern, die über viele Jahrzehnte hinweg ihren Weg mit Gott gegangen sind und die unsere Gemeinschaft noch immer durch ihr Gebet, ihre Treue und ihre Verbundenheit tragen. Nicht Zerbrechlichkeit und Krankheit standen für mich im Vordergrund, sondern Dankbarkeit, Hoffnung und die Freude der Auferstehung. Dabei wurde mir bewusst, dass wir solche Orte in allen Ländern unserer Kongregation haben – dort, wo Schwestern heute wirken, aber auch dort, wo unsere apostolische Tätigkeit längst beendet ist. Sie sind wie verborgene Quellen, aus denen Leben wächst. Sie erinnern uns daran, dass die Fruchtbarkeit unserer Sendung letztlich nicht aus unserer Leistung kommt, sondern aus der Treue Gottes. Über Länder, Kulturen und Generationen hinweg verbinden uns diese Orte miteinander und tragen unsere Gemeinschaft auf eine Weise, die wir oft erst auf den zweiten Blick erkennen.

Ganz besonders danke ich euch auch für eure liebevolle Begleitung in Bogotá, als ich mich zunächst an die Höhe gewöhnen musste. Ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge haben mir sehr geholfen. Inzwischen geht es mir wieder sehr gut – kein Schwindel, kein Herzrasen –, wofür ich Gott von Herzen danke.

Nun, einige Tage nach meiner Rückkehr, merke ich, wie viel von dieser Reise in mir geblieben ist. Die Begegnungen mit euch, die gemeinsamen Gebetszeiten, die Gespräche und die vielen Gesichter der Menschen begleiten mich weiter. Vor allem aber bleibt die Dankbarkeit. Dankbarkeit für eure Gastfreundschaft, für euer Zeugnis, für eure Treue und für die Hoffnung, die ihr an so vielen Orten lebendig haltet. Vielleicht ist dies das schönste Geschenk, das ich von dieser Reise mit nach Hause genommen habe: neu erfahren zu haben, wie derselbe Geist unsere Gemeinschaft trägt – über Länder, Kulturen und Entfernungen hinweg.

So bleiben wir miteinander verbunden im Gebet und im Vertrauen auf den Herrn, der uns führt und begleitet.

Mit herzlichen schwesterlichen Grüßen und in großer Dankbarkeit (Sr. Waltraud Schulte P.I.J.)

 

Aquisgrán, 13 de abril de 2026

Querida hermana María del Rocío, queridas hermanas todas,

Ante todo, y desde lo más profundo del corazón, un GRACIAS muy grande por el tiempo tan valioso que pudimos compartir con vosotras. Gracias por tanta dedicación, por toda la preparación y por el cariño con que nos acogisteis, permitiéndonos participar tan de cerca en vuestra vida y en vuestra realidad.  Muchas de las cosas que durante años había escuchado y visto en fotos, ahora pude verlas y experimentarlas personalmente, y así comprenderlas mucho mejor. La imagen de bajar a lo profundo (en Zipaquirá, en la Catedral de Sal) y luego subir hasta lo más alto posible, casi tocando el cielo (Monserrate), expresa muy bien todo lo vivido.

Me llevo muy dentro del corazón las experiencias de la pastoral rural y popular en la misión de Monterredondo, la vida de las personas allí —dispersas en las montañas y que, poco a poco, han ido formando comunidad—. Todo esto es, sin duda, fruto del trabajo tan bueno y tan bendecido de vosotras, hermanas; un trabajo en el que se percibe la presencia y la gracia de Dios.

También me conmovieron profundamente las distintas escuelas, donde los niños y jóvenes no solo reciben formación intelectual, sino donde cada persona es mirada en su totalidad y puede crecer como ser humano. La orientación hacia una identidad cristiana y el amor tan vivo a Clara Fey dan a vuestra labor educativa un rostro muy especial, lleno de luz y esperanza.

 

Me impresiona mucho vuestra decisión de no aceptar simplemente la realidad tan marcada por la pobreza en Cazuca, sino de abrir caminos y ofrecer a los niños nuevas oportunidades para su vida. Esto exige una entrega grande, a veces hasta el límite de las propias fuerzas. ¡Gracias, queridas hermanas, por vivir así vuestra misión! Y al mismo tiempo, os lo digo con todo cariño: por favor, cuidaos también vosotras.

Desde los más pequeños en Belén hasta los mayores en las diferentes escuelas y colegios , con todo lo que allí ofrecéis, quiero deciros de corazón: ¡gracias! ¡Qué bueno que existís!

Qué regalo tan grande es Betania, vuestro “lugar de fuerza espiritual”, vuestra fuente espifritual.

Ahora que estoy de nuevo en Aquisgrán y escribo estas líneas, siento aún más claramente que en todos nuestros países tenemos estos “lugares de fuerza espiritual” que nos sostienen en la fe. El sábado 11 de abril, día del cumpleaños de Clara Fey —que los niños en Santa Clara ya habían celebrado con aplausos—, las hermanas en Burtscheid celebraron sus jubileos. También allí hay hermanas que han recorrido fielmente su camino durante muchos años, que siguen adelante con perseverancia y que no dejan de rezar por todos nosotras. En esa celebración no se percibía la fragilidad, sino sobre todo la gratitud y la alegría profunda de la Resurrección.

Quiero agradeceros también, una vez más, vuestra comprensión y vuestra ayuda cuando no logré adaptarme bien a la altura de Bogotá. Sin vosotras, muchas cosas no habrían sido posibles. Ahora estoy muy bien: sin mareos, sin palpitaciones —todo en orden, gracias a Dios.

Sigamos unidas en la oración y confiadas en el Señor. Con un saludo muy fraterno y lleno de cariño y en comunión de oración,          Hna Waltraud P.I.J.

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