Was tun Schwestern den ganzen Tag?

Ein Besuch in der „Katholischen Städtischen Grundschule Michaelsbergstraße“

Als ich der Direktorin der GKS Michaelsbergstraße, Fr. Boing, unser Projekt zur Berufungspastoral vorstellte, war sie sofort begeistert und ermöglichte es, die dritten und vierten Klassen der Grundschule mit diesem Anliegen zu besuchen.

Es war schon Juni – beinahe am Ende des Schuljahres – da stellten wir, Sr. Petra und ich, uns als Schwestern vom armen Kinde Jesus vor.

Gleich wurden wir befragt, was wir denn hier wollten!

Ja, was wollen wir? Euch kennen lernen, und ihr könnt uns kennen lernen! Mit einem Blick aus dem Fenster auf Gebäude und Garten unseres Klosters in Burtscheid entdeckten die Kinder aufs Neue ihre Nachbarinnen: die Schwestern vom armen Kinde Jesus! Einige hatten dem Kloster schon einmal einen Besuch abgestattet und erinnerten sich noch gut daran. Andere konnten nun die Verbindung zwischen dem Namen Clara Fey mit dem ihres Kindergartens – nämlich „Clara Fey Kindergarten“ in der Friedrich Ebert Allee herstellen. Und wieder eine andere Gruppe sah zum ersten Mal Ordens-frauen „live“.

Die meistgestellte Frage ist nach meiner Erfahrung: „Was tun die Schwestern den ganzen Tag?“

Häufig steckt die Meinung dahinter: Den ganzen Tag beten! Kann man das?

Um konkrete Erfahrung zu ermöglichen, blätterten wir zuerst in einem Stundenbuch, und dann wurden alle eingeladen, einige Verse des Psalms 139 mit eigenen Gedanken – nämlich wofür die Kinder konkret Gott danken – zu ihrem eigenen Gebet zu machen.

„Aha, so beten die Schwestern!“

Auf sehr spielerische Weise wollten wir die gängigen Klischees über Ordensleute abbauen helfen. Wir stellten Behauptungen über Ordensschwestern auf, die Kinder konnten durch Hochhalten einer farbigen Karte ihre Meinung dazu äußern. Wer die rote Karte hoch hielt, drückte damit aus, dass er mit dem eben Gesagten gar nicht einverstanden war. Blau zeigte Zustimmung und Gelb drückte Zweifel oder Unwissenheit aus. Über dieses Spiel konnten wir gut ins Gespräch kommen und manche Unklarheiten beseitigen.

Welches sind die gängigen Meinungen über Schwestern? „Sie sind immer freundlich!“ „Alle Schwestern können schön singen!“  „Sie dürfen nicht schwimmen gehen.“ „Sie sind Freunde von Jesus“ oder „Sie beten für die Menschen“ u. v. m.

Nun wurden zwei große Aachener Frauen vorgestellt. Clara Fey und Franziska Schervier!

Zur Vertiefung konnten die Kinder auf ein Blatt mit dem Bild des „Manete-in-me“ unserer Medaille schreiben, wann ihnen ganz bewusst ist, dass Gott ihnen nahe ist. Es war sehr erfreulich, dass keiner dabei war, der überhaupt keine mögliche Antwort finden konnte!

Zum Abschluss lernten wir noch das Lied „Heaven is a wonderful place“

https://www.youtube.com/watch?v=QXHpmgayoOM

In sehr gelöster Stimmung konnten wir die Schüler und Schülerinnen zurücklassen und hoffen, ihnen einen kleinen Einblick in unser „Kloster-Leben“ gegen zu haben. (Sr. Magda Veronika PIJ)

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