Peru

Peru ist nach Brasilien und Argentinien flächenmäßig das drittgrößte Land in Südamerika. Iquitos ist mit über 400.000 Einwohnern (Schätzung 2011) die größte Stadt im tropischen Regenwald dieses südamerikanischen Anden-Staates und die Hauptstadt der Region Loreto sowie der Provinz Maynas. Die Stadt liegt 125 km unterhalb des Zusammenflusses der beiden Hauptquellflüsse des Amazonas, Río Ucayali und Río Marañón und ist hauptsächlich mit dem Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas zu erreichen.

Die Entdeckung von Erdöl und dessen Förderung sowie die Holzwirtschaft ließen Iquitos seit den 1960er Jahren zu einer modernen Stadt werden. Seit einigen Jahren entwickelt sich auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die gesamte Umgebung von Iquitos ist heute erschlossen, und „echter“ Dschungel ist im Umkreis von fast 100 Kilometern nicht mehr zu erleben. Da Iquitos nahe am Äquator liegt, herrscht dort ein tropisch-regnerisches Klima, mit Temperaturen von 20 °C bis 36 °C. Die Durchschnittstemperatur beträgt 28°C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

Nicht alle Bevölkerungsschichten partizipierten in gleicher Weise am wirtschaftlichen Aufschwung, der auch mit einem Demokratisierungsprozess einherging. Wie in vielen anderen Ländern auch, droht die Schere zwischen Armen und Reichen immer weiter auseinanderzuklaffen. Insbesondere die indigene Bevölkerungsgruppe gehört zu denen, die um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen müssen. Es hat sich deutlich gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Mangelernährung und schlechterer Schulleistung gibt. Das Einkommen von Menschen korreliert positiv mit ihrer Bildung.
Am 20 Januar 1994, also vor fast 23 Jahren, kam eine Gemeinschaft aus fünf Schwestern vom armen Kinde Jesus, die aus verschiedenen europäischen Ländern stammten, nach Peru, wo in Iquitos eine neue Gemeinschaft gegründet wurde. Seit dieser Zeit arbeiten die Schwestern hier  und beherbergen heute in ihrem Kinderheim  „Casa de la Niña de Loreto“ mit viel Liebe und Engagement Kinder, die hauptsächlich aus der Bevölkerungsgruppe mit indianischen Wurzeln stammt. Das Ziel der Arbeit im Kinderheim ist es, die anvertrauten Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu betreuen.

Mit Hilfe von Spenden ist es möglich, für Ernährung und Kleidung zu sorgen und sich um eine Ausbildung zu kümmern, die es ermöglicht, in der peruanischen Gesellschaft voranzukommen und später die eigene Familie mit zu unterstützen. Schon jetzt sind die Familien miteinbezogen durch die im Andenraum und dem angrenzenden östlichen Tiefland verbreitete „Minga-Arbeit“, eine Form kommunaler Gemeinschaftsarbeit. So gibt es für unsere internationale Schwesterngemeinschaft der „Casa de la Niña de Loreto“ monatlich einen Minga-Morgen, an dem Väter, Großväter oder Onkel der Kinder körperlich schwerere Arbeit in Haus und Garten verrichten, und sich so für alles Kümmern der Schwestern um die Entwicklung der Kinder bedanken.

Neben den Schulkindern gibt es im Kinderheim drei Gruppen mit Kleinkindern, die viel Aufmerksamkeit und Verständnis, aber auch eine liebevolle Leitung brauchen. Die Gruppen haben die freundlichen Namen Schmetterlingsgruppe (29 Kinder), Blumengruppe (26 Kinder) und Perlengruppe (24 Kinder). Ein großes Abenteuer ist es immer, wenn Studenten der Odentologia (zahnmedizinische Fakultät der Nationaluniversität) kommen und die Prophylaxe bzw. die medizinische Versorgung der Zähne der Kindergartenkinder durchführen. Manchmal fließen dabei auch Tränen, aber die Schwestern sind froh über diesen kostenlosen Dienst. Ebenso freuen sie sich, dass die peruanische Luftwaffe (FAP – Fuerza Aereo Peruana) allen Kindern die notwendigen Schutzimpfungen gegen Grippe, Hepatits, Tollwut etc. verabreicht. Es würde die finanziellen Möglichkeiten der Schwestern weit übersteigen, wenn sie die Kosten dafür aufbringen müssten.
Über die schulische Ausbildung hinaus gibt es in der Freizeit Anleitung zu praktischen Tätigkeiten in Haus und Garten, die die Kinder auf ein selbständiges Leben vorbereiten sollen. Dazu gehört auch gemeinsames Handarbeiten sowie die Förderung  musischer Begabungen, wie das Spielen von Instrumenten, und die Kinder haben viel Freude dabei.

 

Hnas. del Niño Jesús Pobre

„Casa de la Niña de Loreto“
Vicariato Apartado 108
Iquitos, Peru

Spenden

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